S18 – was plant die Asfinag in Höchst? / Rechnungsabschluss mit positivem Ergebnis / Umbau Alte Schule: Arzt- und Massagepraxis im Zentrum
S18 – was ist derzeit geplant?
Frau DI Sedlmayer (Fa. Asfinag) gibt an, dass das Vorprojekt beim Bundesministerium eingereicht ist. Derzeit wird nun am Einreichprojekt gearbeitet.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Die S18 wird zu ⅔ als Unterflurtrasse geplant: sie soll von Lustenau kommend unter dem Neuen Rhein durch, weiter bis nach Höchst Brugg. Dort kommt sie vor der L40 (=Bruggerstraße) wieder an die Oberfläche für die Anschlussstelle.
- 2022 war noch ein Vollanschluss in Höchst geplant. Nach der Evaluierung wurde dieser auf einen Halbanschluss reduziert. D.h. die aktuelle Planung sieht einen Halbanschluss in Höchst vor, das bedeutet, von Dornbirn kommend kann abgefahren werden und von Höchst kann Richtung Dornbirn aufgefahren werden. Eine Auf- und Abfahrt Richtung bzw. von Schweiz kommend ist beim Halbanschluss nicht möglich.
- Zeitplan und nächste Schritte: Bis 2028 soll das Einreichprojekt im Ministerium eingereicht sein; der UVP-Bescheid wird dann bis ca. 2030 erwartet; zum Baustart und Dauer der Baustelle konnte sie keine Auskunft geben.
- Entlastung Höchst Zentrum geringer als erwartet: Berechnungen zeigen, dass rund 3000 Fahrzeuge weniger pro 24h die Grenze passieren werden, die Erwartungshaltung war hier deutlich größer seitens des Bürgermeisters.
Auf die Frage, wann Anrainer:innen erfahren, ob ihre Grundstücke von der Trasse betroffen sind und wie ggf. eine Ablöse passieren wird, antwortete sie, dass im nächsten Projektschritt die Trasse auf Parzellen genau geplant werden wird; dann wird ersichtlich, welche Grundstücke betroffen sind. Sie erwartet, dass dies in 1-2 Jahren der Fall sein wird.
Derzeit gibt es zwei aufrechte einstimmige Gemeindevertretungsbeschlüsse, die 1. auf eine komplette Untertunnelung der S18 in Höchst bestehen und 2. einen Anschlussknotenpunkt in Höchst zur Gänze ablehnen. Auf die Frage, inwieweit dies in die Planung miteinfließt, bekräftigt DI Sedlmayer, dass im Zuge der Ausarbeitung des Anschlusspunktes die Gemeinde Höchst in die Planung miteinbezogen werden soll.
Eine Ablehnung des Anschlussknotens habe aber Auswirkungen auf die Zubringerstraßen und sei im Sinne der Zielsetzung (Entlastung Höchst) nicht empfehlenswert.
Wer das schlussendlich wirklich entscheidet, blieb unbeantwortet.
„Die Gemeinde Höchst wird natürlich gerne für Gespräche mit der Asfinag zur Verfügung stehen. Mein Anliegen ist es, auch in diesem Projekt, die Bedürfnisse der Bevölkerung bestmöglich zu vertreten. Eine zeitnahe und umfangreiche Information über mögliche Trassenführungen, Anschlussstellen und Begleitmaßnahmen ist daher für mich sehr interessant.” versichert Bgm. Übelhör.
Neue Schriftführerin in der Gemeindevertretung:
Im TO Punkt 2 wird auf Vorschlag von Bgm. Übelhör Caroline Krottendorfer, Leiterin Bürgerservice, vorübergehend als neue Schriftführerin einstimmig gewählt. Dies wurde notwendig, da der Gemeindevorstand sich einstimmig für eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses mit Amtsleiter Alexander Thaler ausgesprochen hat. Die Stelle des Amtsleiters wurde bereits ausgeschrieben.
Mitteilungen des Bürgermeisters:
Besichtigung Waldfriedhof Bludesch:
Die Konkurrenzverwaltung – Obmann Philip Schlegel und Stefan Blum, haben eine Exkursion zum Waldfriedhof in Bludesch organisiert. Bürgermeister Martin Konzett und Geschäftsführer der Klosterwald GmbH Alexander Burtscher haben eingehend informiert. Eingeladen waren die Gemeindevertreter:innen der Gemeinden Gaißau, Höchst und Fußach. Teilgenommen haben ca. 20 Personen. Viele der Exkursionsteilnehmer:innen zeigten sich überrascht, dass dem Wald die Nutzung als Waldfriedhof gar nicht anzusehen war.
Hafen bleibt Naturhafen:
Die Jahreshauptversammlung der Wassersportfreunde Fischerinsel sah eine Information des Bürgermeisters bezüglich der Hafensanierung vor und war wohl auch deshalb besonders gut besucht. Bgm Übelhör bekräftigt, dass der Hafen ein Naturhafen bleiben wird und nur das unbedingt notwendige Sanierungsarbeiten zur Umsetzung kommen werden. Er widerlegt somit einige im Dorf kursierende Gerüchte.
Schöne Kulturveranstaltungen im Frühjahr:
Bgm. Stefan Übelhör berichtet über das gelungene Frühjahrskonzert der Bürgermusik und das tolle Konzert des Männergesangsverein. Beide Abende waren sehr stimmungsvoll.
Rechnungsabschluss 2025 mit positivem Nettoergebnis:
Gian Hild, Gemeinderat und Obmann des Finanzausschusses (Höchste Zeit & die Grünen) präsentierte den Rechnungsabschluss 2025 der Gemeinde Höchst.
Die Gemeinde Höchst nahm 2025 rund 32,5 Mio. EUR ein. Die Ausgaben schlugen mit 32,2 Mio. EUR zu buche. Das heißt es gibt ein positives Nettoergebnis von ca. 200.000 EUR.
Die Schuldenquote bleibt auch im grünen Bereich. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2006 EUR / Kopf bleibt Höchst deutlich unter dem Vorarlbergschnitt von ca. 4.800 EUR.
Auch die Haushaltsrücklage von 9,9 Mio. ist ein solider Puffer. Zusammenfassend kann gesagt werden:
- Rechnungsabschluss ist deutlich besser als budgetiert und als das Vorjahr
- Erträge decken Aufwendungen ab
- solide Basis für Investitionen
- Hohes Investitionsvolumen (5,5 Mio): größtes Einzelprojekt ist Erwerb einer Liegenschaft im Zentrum
- Schuldenstand mit Pro Kopf Verschuldung ist gesund und noch tragbar
- Mit 9,9 Mio. Rücklagen hat Höchst noch genug Puffer
„Höchst steht im Vgl. zu anderen Gemeinden weiterhin noch solide da. Damit das so bleibt, werden wir weiterhin mit Weitblick und sehr verantwortungsvoll mit unseren Finanzen umgehen.“ betont Gian Hild.
Anschließend berichtet Conni Michalke über die Prüfung im Prüfungsausschuss und spricht eine einstimmige Empfehlung des Ausschusses aus, den Rechnungsabschluss abzustimmen.
Die Gemeindevertretung beschließt den Rechnungsabschluss daraufhin einstimmig.
Bgm. Stefan Übelhör, Gian Hild (Obmann Finanzausschuss) und Conni Michalke (Obfrau Prüfungsausschuss) bedanken sich bei Karl-Heinz Smolnik, Finanzleiter der Gemeinde Höchst und seinem Team für die perfekte Buchführung und die Aufarbeitung der Daten.
Rechenschaftsbericht Ortshilfswerk:
Michaela Müller, Obfrau des Ausschusses für Gesellschaft und Soziales berichtet kurz: Das Ortshilfswerk hat 2025 rund 36.000 EUR über Spenden eingenommen. Größtenteils sind das Spenden von Firmen, aber auch einige private Personen haben an das Ortshilfswerk gespendet.
Das Ziel des Ortshilfswerk ist es, unbürokratisch und schnell Menschen in Höchst in Notsituationen zu helfen.
Dafür wurden 2025 rund 29.700 EUR aus diesem Topf ausgegeben.
Umbau Alte Schule: kommt bald eine Arzt- und Massagepraxis ins Zentrum?
Seit Wochen wird händeringend nach einem alternativen Standort für die Familienpraxis Delta mit Dr. Douggl Bailey gesucht, nachdem der Vermieter am bisherigen Standort, das Mietverhältnis nicht mehr aufrechterhalten will.
Jetzt gibt es eine Lösung: Der zweite Stock der Alten Schule soll in eine Arzt- und Massagepraxis umgebaut werden. So bekommt auch Heilmasseur Raphael Grabher-Meyer einen neuen Standort.
Die Gemeindevertretung hat dazu einstimmig einen Grundsatzbeschluss gefällt.
“Ich freue mich, dass alle Fraktionen hier zugestimmt haben. So können wir die Familienpraxis in Höchst halten und durch die Umsiedlung der Massagepraxis gewinnen wir zusätzliche Geschäftsfläche im Erdgeschoss.” zeigt sich Bgm. Übelhör optimistisch.
Unter Allfälliges informiert der Bürgermeister, dass die langjährige Mandatarin Conni Michaelke am nächsten Tag ihren 70. Geburtstag feiert. Conni lädt daraufhin alle zu einem Gläschen ein.
Der Bürgermeister schließt kurz nach 22 Uhr die Sitzung. Die nächste Gemeindevertretung findet am 19.5.2026 um 19.30 Uhr statt.
Die Nachlese als pdf: 260428_Nachlese Gemeindevertretung
