Grüne Lustenau und Höchst begrüßen Klima-Check und Prüfung von Alternativen

Bösch-Vetter: Rasch umsetzbare Maßnahmen für Lustenau statt milliardenschweres Monsterprojekt

„Die Unwetterkatastrophe gibt uns dieser Tage einen Vorgeschmack darauf, was passiert, wenn wir weitermachen wie gewohnt. Es ist nur vernünftig, dass geplante Straßenbauprojekte der ASFINAG einem Klima-Check unterzogen werden“, reagiert Christine Bösch-Vetter, Lustenauer Gemeinderätin der Grünen, auf den gestern eingebrachten Antrag der Koalitionsparteien im Nationalrat.

Neben der Evaluierung der geplanten CP Variante, die Lustenau mit einem Würgegriff vom Naherholungsgebiet Ried abtrennen würde, sprechen sich ÖVP und Grüne in ihrem gemeinsamen Antrag für die Berücksichtigung der Verbindung der Autobahnen an der schmalsten Stelle der A14 und N13 auf Höhe Diepoldsau aus. „Die Schweiz hat eine fundierte Machbarkeitsstudie vorgelegt, die zeigt, dass diese Variante für die längst überfällige Verbindung zwischen Schweizer und Vorarlberger Autobahn günstiger, rascher umsetzbar und ressourcenschonender ist“, betont Bösch-Vetter.

Positiv auf die Prüfung alternativer Verbindungen reagieren auch die Grünen in Höchst: „Wir sehen es als große Möglichkeit, dass dieses veraltete Straßenprojekt nochmal neu gedacht wird und somit alternative, zeitgemäße Lösungen eine Chance bekommen“, so Michaela Müller, Gemeinderätin Höchste Zeit & die Grünen.

Bündel an Maßnahmen für Lustenau

„Wir brauchen in Lustenau eine Reihe an raschen und umsetzbaren Maßnahmen für die längst überfällige Entlastung der Anrainer:innen und nicht ein milliardenschweres Monsterprojekt auf Kosten der Umwelt und unserer Enkelkinder“, will die Fraktionsführerin der Grünen den Fokus auf realisierbare Projekte im eigenen Wirkungsbereich lenken.

Für die Lustenauer Gemeindepolitik müsse die Standortfrage für die neue Brücke Au-Lustenau oberste Priorität haben, will Bösch-Vetter diese Chance nutzen: „Die Brücke muss in den nächsten Jahren neu gebaut werden und der Standort entscheidet maßgeblich über den Verkehrsfluss in Lustenau in den kommenden 50 Jahren.“ Darüber hinaus soll Tempo 40 auf Landesstraßen und Tempo 30 innerorts für mehr Sicherheit für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen sorgen. „Es muss in Lustenau möglich sein, sicher und bequem von A nach B zu kommen – egal ob man 8 Jahre oder 80 Jahre alt ist“, so Bösch-Vetter abschließend.