Gedanken zur Angelobung

Wir von Höchste Zeit und den Grünen sehen in einer Kommune weit mehr als eine Verwaltungseinheit. Eine Kommune das sind wir alle. Es ist der Ort, an dem die Menschen leben, arbeiten, ihre Freizeit verbringen. Kurz: Eine Kommune ist der Ort, an dem das Leben jeden Tag stattfindet! Das bringt es mit sich, dass auch die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen – wie der Klimawandel, ungelöste Flüchtlingsfragen und eben auch Covid-19 – vor einer Gemeinde wie Höchst nicht halt machen. Jede Kommune kann aber auch wesentliche Beiträge zur Lösung dieser Probleme leisten und mit vermeintlich kleinen Schritten „Großes“ für unsere Bevölkerung leisten.

In einer Kommune machen Kinder und Jugendliche wichtige Lebenserfahrungen. In einer Kommune lernen sie das Leben kennen. Es muss daher unser Anspruch sein, dass unsere Gemeinde ein guter Ort für unsere Kinder und Jugendlichen ist. Dazu brauchen sie Gemeinschaften, zu den sie sich zugehörig fühlen und sie brauchen Erwachsene, die sie unterstützen und ihnen Vorbild sind. Es ist die Verantwortung von uns allen, dass unsere Kinder und Jugendlichen in Höchst solche Entfaltungsmöglichkeiten in vielfältiger Form vorfinden und sich Best möglichst und glücklich entwickeln können.

Eine Kommune ist der Standort unserer Betriebe und damit der Arbeitsort vieler Bürgerinnen und Bürger. Die Qualität des Wirtschaftsstandorts ist dabei eng mit der Qualität des Wohnorts verbunden. Dazu gehören natürlich attraktive Arbeitsplätze vor Ort. Dazu braucht es in der Gemeinde auch gute Angebote für leistbaren Wohnraum. Dazu braucht es gute Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche und gute Lebensorte für ältere Menschen. So kann eine möglichst gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreicht werden. Damit bleiben unseren Betrieben gut ausgebildete und ortsansässige Fachkräfte erhalten. Damit machen wir unsere Gemeinde attraktiv für den Zuzug junger Familien. Damit stärken wir unsere Unternehmen und binden die Wirtschaftskraft an unsere Gemeinde.

Die Wahlbeteiligung hat Anlass zu unterschiedlichen Diskussionen gegeben. Zu einer gelebten Demokratie gehört unter anderem für uns eine gesunde Diskussionskultur. Wir stellen uns die Gemeindevertretung als „Parlament“ der Gemeinde vor, in dem unterschiedliche Ansichten und verschiedene Lösungswege für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar diskutiert werden. Wir wünschen uns, dass diese Diskussionen in den Haushalten fortgeführt werden und die Bürgerinnen und Bürger ihre Meinungen und Ideen an uns Gemeindevertreter zurückmelden. Mit einer derartigen Partizipation kann die Gemeindevertretung ihre Entscheidungen nachvollziehbar im Sinne der Bürgerinnen und Bürger treffen und diese bekommen Einblicke in das politische Leben von Höchst.

Wir von Höchste Zeit und den Grünen und auch ich persönlich wünschen uns in der Zusammenarbeit den Platz für offene und sachliche Diskussion. Ich habe ehrlich gesagt Mühe damit, wenn Diskussionen mit Streit gleichgesetzt werden. Es braucht manchmal ein hartes Ringen, um zu einer bestmöglichen – dann aber gemeinsamen – Lösung zu kommen. Ich wünsche mir dabei einen fairen Umgang auf der menschlichen Ebene. Unsere Themen sind alle nicht weit voneinander entfernt. Wir wollen alle das Beste für unser Höchst. Jede Fraktion mit anderen Prioritäten oder anderen Herangehensweisen. Das ist spannend und bringt unsere Gemeinde weiter.

Eure Michaela